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Eine Karate-Begegnung (oder –Erlebnis?) der ganz besonderen Art
Mit viel Glück gelang es meinem „Vorgänger“ und Ehemann Bernd die „Karate-Koryphäe“ Patrick McCarthy für einen RKV-Lehrgang am 9. und 10. Juni 2007 in Haßloch zu gewinnen. Wir hatten bereits das Vergnügen und die Ehre bei ihm zu trainieren. Seitdem war uns klar, dass wir diesen Mann unbedingt für ein Seminar (wie er es nennt) gewinnen wollten. Da er in Australien wohnt und nur jeweils kurze Zeit bei uns auf dem Kontinent weilt, war es ein großes Ringen. Aber wer diesen Experten der Alten Kampfkünste erleben durfte, wird mir bestimmt Recht geben:
Alle Mühen und der Zeiteinsatz haben sich mehr als gelohnt.
Diesen Lehrgang zu beschreiben fällt mir schwer, ich denke, man muss diese Persönlichkeit unbedingt selbst erleben. Er zieht die Teilnehmer in seinen Bann, gibt Unmengen von neuen (Entschuldigung: alten bzw. ursprünglichen) Erklärungen für die Techniken verschiedener Kata. Da bleibt einem einfach der Mund offen stehen vor lauter Erstaunen.
Er ist ein wandelndes Kampfkunst-Lexikon, das theoretisch und praktisch auf ziemlich alles eine Antwort hat – und wenn nicht, dann sucht er sie. Er ist aber trotzdem immer noch offen für Anregungen jedweder Art (nur so gewinnt man an wahrer Größe). Auf keinen Fall möchte er diese „Heiligenverehrung“, wie es bei manchen erwünscht ist. Dies hat er auch nicht nötig. Er ist so authentisch und überzeugend, da kann man bzw. ich nur Respekt haben. Mir hat er, und ich denke und hoffe auch vielen anderen Teilnehmer, eine Tür geöffnet (wie er sich immer so schön ausdrückt) Kata und Karatetechniken „anders“ zu sehen.
Was ich auch ganz besonders hervorheben möchte, ist seine feste Überzeugung, dass wir alle, egal welche Stilrichtung, Kampfkunst praktizieren. Wir haben alle die gleichen Wurzeln, daher ist dieses zeitweise auftretende Konkurrenzdenken und „ Wir machen das besser als Ihr“ einfach unnötig und falsch. Es ist daher kein Problem (oder sollte keines sein...) miteinander zu trainieren – er hat es meisterlich bewiesen.
Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Karatekas so offen werden, etwas anderes, oder besser gesagt: Ungewohntes auszuprobieren – es wäre eine große Bereicherung für Alle!!!
Für mich steht auf jeden Fall fest:
Falls das Präsidium zustimmt (was ich wirklich hoffe), war dies bestimmt nicht der letzteRKV-Lehrgang mit Hanshi Patrick McCarthy.
Vielleicht kommen dann noch mehr Karatekas aus Rheinland-Pfalz (nicht nur die Insider), ich gebe die Hoffnung auf ein offeneres Miteinander der Stilrichtungen nicht auf.
Noch ein Satz zum Schluss:
Ja, Karate ist Selbstverteidigung – wenn man es so praktiziert wie Hanshi Patrick McCarthy!
Elke Otterstätter Breitensportreferentin RKV
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