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damit keine Uneingeweihten den Kampfstil verstehen konnten, wurde auf Okinawa übernommen. So war es einem Laien nicht möglich, die Kata zu entschlüsseln, auch wenn er ihre rein technische Form gelernt hatte. Dazu benötigte er die Hilfe eines Meisters. 1907 wurden die 5 Pinan- (Heian-) Kata im allgemeinen Schulunterricht Okinawas eingeführt. Damit war der Grundstein zur Verbreitung des Okinawa-Te gelegt, da vorher nur vom Meister ausgewählte Personen unterrichtet wurden.
Von Okinawa nach Japan 1915 kam der erste Meister des Okinawanischen Karate nach Japan um es dort vorzustellen. Nachdem mehrere Okinawaer folgten und auch zahlreiche Herausforderer aus dem in Japan ansässigen Bujutsu und Boxen besiegten, wurde Okinawa-Te schon durch die Presse bekannt bevor es unterrichtet wurde. 1921 ging auch Gichin Funakoshi, der Gründer des Shotokan-Ryu nach Japan und blieb dort bis zu seinem Lebensende. Hier setzte sich seine Idee des Karate durch, und dies führte, mit Unterstützung anderer Meister, zur Aufnahme im Butokukai (die Organisation, in der alle japanischen Kampfkünste vereinigt waren). Dafür mussten alle Bezeichnungen dem japanischen angepasst werden. Auch hier wurden teilweise wieder die Namen der Kata geändert, was auch den Umstand erklärt, dass manche Kata unter 3 Namen bekannt sind wie z.B. chin. Kushanku; okinaw. Kosukun; jap. Kanku. In der Mitte der 50er Jahre wurde zu den ursprünglichen Gedanken, Gesundheit bzw. Selbstverteidigung, noch ein 3. Aspekt, der Wettkampf, dem Karate zugefügt. Durch diese neue Zielgebung veränderten sich die Ausführungen mancher Techniken und auch einiger Kata erheblich. Danach wurden zahlreiche, im Wettkampf erfolgreiche Karateka (Kase Taiji, Enoeda Keinosuke, Kanazawa Hirokazu, Shirai Hiroshi u.a.) in alle Welt gesandt, um das Karate zu verbreiten. Mit dem Aufkommen des Wettkampfes im Karate wurden auch die Inhalte der Kata verändert. Der Selbstverteidigungsaspekt wurde vernachlässigt und die Kata und somit auch das Karate erhielten, durch den Wettkampf einen sportlichen Charakter. Demgegenüber lehnen bis heute einige traditionellen Schulen auf Okinawa den Wettkampf im Karate ab und konzentrieren sich hauptsächlich auf die Übung der Gesundheit und der Selbstverteidigung.
Gründung von Stilrichtungen Mit der Zeit wurden die alten Kata geändert und in verschiedene Varianten und Interpretationen geteilt. Durch die Zusammenfassung mancher Kata in Gruppen kam es zur Gründung von Stilen. Die Kata, welche in den heutigen Stilen geübt werden, sind überwiegend Ableitungen und Weiterentwicklungen der alten Kata. Es gibt auch neu kreierte Formen, die allerdings auch von den alten Überlieferungen abstammen (Heian/Pinan). Das Kampfverhalten eines Stils ist in seinen Kata enthalten. Zum besseren Verständnis werden diese aufgetrennt und in Einzelteilen geübt. Daraus entstanden das Kihon und das Kumite. Werden einzelne Katateile getrennt und analysiert spricht man allgemein von Bunkai. Die Anwendung der Techniken der Kata am Partner nennt man Oyo (jap.: ausüben, anwenden).
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